HS030 Design Thinking (II)

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 16. Mai 2019 um 17 Uhr 31 Minuten

 

Im Nachgang zu den Eintragungen des ersten Tages, hier unter HS030 Design Thinking (I) nochmals nachzulesen, und noch bevor inhaltlich "in Vorlesungsform" auf das Leitmotiv der ganzen Veranstaltung eingegangen worden wäre, schälten sich erste Interessen und Fragen heraus, die hier nochmals wie folgt in den folgenden Gruppen zusammengetragen wurden [1]. Auf dieser Seite wird mit konkreten Bezügen auf die hier gestellten Fragen eingegangen, auf der Folgeseite HS030 Design Thinking (III) geht es nochmals um die "DINKING" Grundlagen an sich:

I.

Finanzmanagement. Das Problem wenn man Geld für etwas ausgibt und es nach einiger Zeit bereut weil es doch nicht so wichtig war wie man dachte. (Isabell)

II.

- Zeitmanagement, Probleme und Lösungen des Anliegens, seine Zeit generell effektiver nutzen zu können (Sabrina + Alina)

Just in Time Management, Bruxelles: Design Thinking Services

Franziska Häger, Matthias Uflacker, 2016-08-10/12: Time Management Practice in educational Design Thinking Projects [2]

Rafiq Elmansy, 2016-04-11: 10 Time Management Tips to Improve Innovation

III.

- Guideline zum Thema Unternehmensgründung (Celine, Nele und Lisa)

Referenzpartner:
Bundesverband Deutsche Startups e.V. in Berlin und ihre Referenz-Studie aus dem Jahr 2018: Entrepreneur-Stars in Deutschland –was zeichnet die Top 100 Unternehmer aus?

Entrepreneur-Stars in Deutschland

Fragen und Antworten:

Marcel Mellor: Die Gründung eines Startups (7:17) Was kann ein Startup von etablierten Unternehmen lernen ... und umgekehrt. Hier ein Interview aus dem Jahr 2019 mit dem Produktverantwortlichen von sipgate, in dem es um die folgenden Fragen geht:

0:00 - Vergleich von Startup und klassischer Unternehmensgründung 1:32 - Welches Mindset braucht ein erfolgreiches Startup? 2:31 - Was ist ein Business Model Canvas? 3:27 - Was macht einen guten Pitch aus? 4:04 - Was können Unternehmen wie sipgate von Startups lernen? 5:13 - Was können Startups von sipgate lernen?

Interview mit Markus Sauerhammer von Startnext über Crowdfunding & Startups (4:33) in "mfm - menschen-fuer-medien.de" aus dem Jahr 2017 zu diesen Fragen:

0:02 -"Warum gründen Menschen Startups und was macht sie erfolgreich? 0:30 - "Gibt es einen typischen ’Gründer-Typ’ "? 1:03 - "Was verbindet Startups und Crowdfunding?" 1:43 "Gibt es Crowdfunding auch ohne Internet? 2:22 - "Was sind die neuesten Startup- und Crowdfunding Trends? 3:36 - "Ist Berlin die Startup-Hauptstadt der Zukunft?"

Erfolgs-Geschichten:

MIT-Professor, Robert S. Langer, berichtet in einer Videoaufzeichnung, dass es (für ihn) nicht (mehr) gereicht habe, Papiere zu schreiben und Patente einzureichen: What I Learned from Founding More than 30 Startups (8:29)

Bill Gross in einem der bekanntesten TED-Talks aus dem Jahr 2015 mit inzwischen über 2 Millionen Abrufen und mehr als tausend Kommentaren: The single biggest reason why start-ups succeed (6:40)

... has founded a lot of start-ups, and incubated many others — and he got curious about why some succeeded and others failed. So he gathered data from hundreds of companies, his own and other people’s, and ranked each company on five key factors. He found one factor that stands out from the others — and surprised even him"

Geschichten des Scheitern:

The Five Lessons I Learned From Failing A Start-Up
Zum Zeitpunkt dieses TEDx Talks war Yashash Agarwal

"... a final year student at Shri Ram College of Commerce, in Delhi. Along with his elder brother Gaurav, he’s co-founded Gamezop, a startup that aims to change the way people discover, play and share mobile games."

IV.

- Was macht junge Unternehmen erfolgreich? (Tim)

Felix Haas, 2019-05-10: Einfach machen – von 0 auf 100 zum erfolgreichen digitalen Geschäftsmodell [3]

- Wie ändern sich die Vertriebsstrategien/Strukturen durch Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen? (Ilja)

Jordan Bryan, 2019-04-04: Create a Culture of Integrity to Improve Corporate Compliance [4]

Adrian Rouzbeh, 2019-05-10: Wer in Zeiten des digitalen Wandels nicht auf der Strecke bleiben will, muss heute anpassungsfähiger denn je sein. [5]

Kasey Panetta, Gartner, 2019-05-03: 5 Steps to Become an Effective Digital Leader

- Wie schaffen es junge Unternehmen die Wirtschaft aufzumischen? (Taha)

Benedict Sheppard, John Edson, Garen Kouyoumjian, 2017-12: More than a feeling: Ten design practices to deliver business value

Amazon Prime. The Apple iPhone. Netflix. Tesla. For those companies that get design right, the prizes are rich.

Dr. Valentin Langen, 2019-05-10: “Chief Disruption Officer – Geheimrezepte für erfolgreiche Veränderung Ihres Unternehmens.” [6]

Stefan Link, 2017-12-15: Why Design Thinking is the Future of Management

- Frage noch offen (Max) [7]

Nachfolgend einige Quellen, die folgenden Fragen betreffend:

- Was hat DINKING mit dem ursprünglichen Design-Begriff zu tun und wo und wie führt er wieder dazu hin:

Elina Zheleva, 2017-06-27: Let’s bring design thinking back to design! [8]

Und hier ein Eigenbeitrag vom 6. April 2009 zum Thema: Interface-Management-Design

- Wie steht es um die Verantwortlichkeit eines Online-Herausgebers?

Dazu als pars pro toto diese Abmahne-Beiträge vom 5. Juni | 17. November 2006: Das Marken-Macht-Interview | How Much Money to Mecom for "Marken-Macht-Interview"? und dieser Jubiläums-Beitrag vom 25. Januar 2010: 5 years ISSN 1860-2967 @ DLD 2010.

- Tops und Flops... am Beispiel von "Second Life" aus dem Jahr 2007:
METAVERSE ’07: Hit or Flop? | The 1st Life’s Privilege @ Reuters’

- Zur Frage nach der "Zitierwürdigkeit" von Offline und 0nline-Enzyklopädien:
Uli in (Radio) Bremen

- Zur Frage der Benotungen der Prüfungsleistungen:
Design Noten Ausstellungen

Anmerkungen

[1Dieses ist eine erste noch sehr vorläufige und vielleicht auch volatile Liste. Aber sie ist hilfreich, da - in Ergänzung der zuvor genannten Interessen und Anliegen - die eigenen Vortrags-Themen dieses Tages - und wohl auch der folgenden Tage - hiernach ausgesucht werden können.

[2

"Time Managment Practice..."

To the authors knowledge the literature on time management in Design Thinkingteams is scarce. We could not find any literature that investigates the current practices or the effects of time management on Design Thinking projects

[3Video-Schalte von Stuttgart nach München vom Freitag, den 10. Mai 2019, auf dem "Digital Heroes Festival".

[4

“For most companies, efforts to improve culture start at the top with senior executives, ensuring they exemplify strong ethics in interactions and communications with their teams. But these efforts often fail to recognize the greatest source of influence on employees’ perception of culture and the ethical decisions they make — their peers,”

[5

Noch nie in unserer Geschichte ging Veränderung so schnell – die Digitalisierung hat unsere Art zu lernen, zu kommunizieren und Geld zu verdienen in weniger als einer Generation vollkommen verändert.

Während man noch vor wenigen Jahrhunderten das gleiche Leben führte wie sein Urgroßvater, ändert sich unsere Lebensweise nun mehrmals innerhalb einer Generation.

Diese enorm hohe Rate an Veränderung verlangt von uns dementsprechend ein Höchstmaß an Flexibilität und zwingt uns regelmäßig dazu, bisherige Glaubenssätze über Bord zu werfen.

Martin Luther King JR. brachte es auf den Punkt:

„In Zeiten raschen Wandels können Erfahrungen dein schlimmster Feind sein.“

Dabei hat der Wandel gerade erst begonnen: Kinder, die in den nächsten fünf Jahren geboren werden, könnten (hoffentlich) die Ersten sein, die eine vollkommen neue, digitalisierte Schule erleben werden, eine Schule, die sie dynamisch an die sich stetig wandelnden Gegebenheiten in Leben und Beruf anpasst.

Während staatliche Institutionen oft noch hinterherhinken (Stichwort Artikel 13) und erst vor Kurzem den Sprung vom Overheadprojektor zu Powerpoint gemeistert haben, stellt der digitale Wandel die Arbeitswelt seit Jahren auf den Kopf.

Gerade Kleinunternehmer und Selbstständige sind mit Stichworten wie „Influencer“, „Online Marketing“, „Upload-Filter“ und „Conversion Rate“ leider oft völlig überfordert und wissen nicht, wie sie die Digitalisierung und vor allem die sozialen Medien maßgeschneidert für sich und ihr Unternehmen nutzen können.

Die Rede ist hier nicht von denen, die die digitale Transformation schlichtweg verschlafen und dementsprechend langfristig so oder so von der wacheren Konkurrenz abgehängt werden.

Über 80 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen haben mittlerweile den Schritt in die Digitalisierung und insbesondere in die sozialen Medien gewagt, um mit ihren Kunden in Kontakt zu treten – an Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem mangelt es also nicht.

Konzentrieren wir uns hierbei auf Social Media und all die enthusiastischen und fleißigen Unternehmer, die sich Hals über Kopf in die digitale Welt stürzen, ohne sich vorher über die Spielregeln des digitalen Erfolgs informiert zu haben.

Ihr Problem ist weder mangelnde Anpassungsfähigkeit noch fehlender Einfallsreichtum – sie haben einfach Angst, den Anschluss zu verlieren und treffen infolgedessen voreilige und oft falsche Entscheidungen.

Welche Fehler lassen sich also im Voraus vermeiden und worüber sollte man sich informieren, bevor man durch soziale Medien an neue Kunden herantritt?

Zunächst kommt es auf die Wahl der richtigen Social Media Plattform an.

Leider wissen die Wenigsten, dass Twitter, Facebook, Pinterest und Co. teils ganz eigene Communities an Usern haben, die sich in Alter, Geschlechterverteilung, Interessen, Erwartungshaltung, Nutzerverhalten und Content-Darstellung (foto- oder blogorientiert, Videolänge, Werbeplatzierung etc.) erheblich unterscheiden.

Die Anzahl der Nutzer sagt demnach nicht immer aus, wie erfolgversprechend eine Plattform zur Kundengewinnung ist.

Instagram beispielsweise wird weltweit von über einer Milliarde Menschen (in Deutschland sind es über 15 Millionen) genutzt – dennoch würde ich es nur wenigen Kanzleien oder Arztpraxen als kundenfreundliche Online-Anlaufstelle empfehlen.

Dies liegt jedoch nicht nur an der Infrastruktur und dem Fokus auf vorwiegend audiovisuelle Inhalte, sondern auch schlichtweg am Alter der Nutzer:

Ein Großteil der Instagram-User ist unter 24 Jahre alt, ein Alter in dem sich Viele eher auf Partys und Vorlesungen herumtreiben, als im Gerichtssaal oder beim Urologen.

Die Qualitäten von Anwälten und Ärzten fänden hier somit weniger Abnehmer und könnten sich nicht optimal amortisieren.

Ganz anders sieht es aber für Fotografen, Designer oder Gastronomien aus – sie alle finden in Instagram eine viel geeignetere Plattform, um ihre Werke, Qualitäten oder Erlebniswerte an potentielle Kunden zu bringen.

Umgekehrt bleiben also Steuerbüros, die verzweifelt um Instagram Reichweite kämpfen mit ihren Marketing-Strategien meist ebenso erfolglos, wie Fotografen, deren Internetpräsenz nur aus LinkedIn besteht.

Schlimmer noch: Viele anerkannte Experten verwerfen aus Angst oder falschen Erwartungen ihre bewährt professionelle Kommunikationspolitik und machen damit geradezu kurzen Prozess mit ihrer Seriösität.

So wird aus einem Mediziner schnell ein Hashtag setzender, in Jugendsprache sprechender, Likes sammelnder Content Creator.

Was ich daher auch immer wieder in meinen Digitalisierungsvorträgen anspreche ist:

Die Digitalisierung soll optimieren und nicht substituieren!

Potenzieren Sie Ihre Wertigkeit und kannibalisieren Sie Ihre Qualitäten nicht durch gut gemeinte aber wenig durchdachte Digitalisierungs-Maßnahmen!

Wer aus reiner Angst, etwas zu verpassen, auf jeden Zug aufspringt, wird sein Ziel daher nie erreichen und sich sogar rückw.rts bewegen.

Ein dabei ebenfalls zu oft unterschätzter Punkt ist die „Wertigkeit“ der Follower.

Erstaunlicherweise führt das Motto „je mehr, desto besser“ gerade in Bezug auf Reichweite nicht immer zum Erfolg.

Einem Immobilienmakler in Berlin nützen 5.000 Likes herzlich wenig, wenn davon nur eine Handvoll als potenzielle Kunden infrage kommt, weil der Rest Follower aus München, Köln oder London sind, denen seine Fitness-Beiträge gefallen.

Ein weiteres Paradebeispiel sind Youtuber mit hunderttausenden Abonnenten, deren Videos interessant aber substanzlos sind.

Zwar verdienen auch sie Geld mit Merchandise Artikeln, Werbeanzeigen und Produktplacements, von einer hohen Dichte an kaufkräftigen Abonnenten kann hier jedoch keine Rede sein.

Im Vergleich zu einem kleinen Jura-Kanal mit beispielsweise 8000 Abonnenten, dessen Betreiber aus seinem Video „Nachbarschaftsrecht – 10 juristische Mittel gegen laute Nachbarn“ von 4000 Views vielleicht zehn zu langfristigen Mandanten konvertieren kann, zieht der Erste den Kürzeren – 100.000 Abonnenten hin oder her.

Follower sind also nicht gleich Follower – viel wichtiger als Anzahl sind Dichte und Kaufkraft!

Viele Follower gehen somit auch nicht unbedingt einher mit echter Expertise im Social-Media-Bereich – „Influencer“ mit vielen Followern sind nicht zwingend Experten!

Behalten Sie also gerade in diesen „instabilen“ Zeiten die Kontrolle und schützen Sie sich mit tiefer Recherche, kritischem Hinterfragen, scharfsinnigem Eigenstudium und Wissensaneignung durch adäquate Vorträge, Workshops, Coachings & Co.

[6

In seinen Vorträgen begeistert Dr. Valentin Langen mit einem Feuerwerk an Best-Practice-Impulsen für Innovation, Digitalisierung und Führung. Der erfahrene Manager ist Mitglied des Leadership-Teams eines weltmarkführenden Anlagenbauers, leitet das Innovationslabor des Unternehmens, und führt dazu noch Deutschlands prominentestes Corporate Start-up.

[7Es wurde in diesem Zusammenhang festgehalten, dass es duchaus legitim sei, auch mal nicht sofort eine Antwort, ein Thema bereitzuhalten. Auch die Positionierung einer Leerstelle kann in bestimmten Diskurszusammhängen von Bedeutung sein. Stichwort: productive void.

[8

I talk about design thinking to a lot of designers too — architects, interior designers, furniture creators, digital startup founders, and I hear the same story. Designs are constantly being created in a linear manner, in isolation from the end user or other experts and with sole focus on the dollar sign or a potential magazine feature.


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